Februar 2026
Baufällige Bemerkungen. Mit Fotografien von Werner Seltier. Düsseldorf: Virgines 2026.
Festschrift für Friedemann Spicker zum 80. Geburtstag. Hrsg. von Jürgen Wilbert unter Mitarbeit von Michael Wollmann. Mit Fotos von Rainald Hüwe und Zeichnungen von Zygmunt Januszewski. Düsseldorf: Virgines 2026.
2025
Heinrich Scholz: Von großen Menschen und Dingen. Fragmente und Aphorismen.
Mit einem einleitenden Essay herausgegeben. Unter Mitarbeit von Angelika Spicker-Wendt. Mit einem Beitrag von Birgit Heitfeld-Rydzik. Mit Fotografien von Werner Seltier. Düsseldorf: Edition Virgines 2025 (dapha-drucke 14).
Elazar Benyoëtz: Ich bin der Sprache Werk und Zeuge. Aphorismen und Selbstzeugnisse. Unter Mitarbeit von Angelika Spicker-Wendt. Würzburg: Königshausen & Neumann 2025.
21. Dezember 2023
Meisterliche Aphorismen
„Die Meldungen im Einzelnen“ von Friedemann Spicker: brillant geschliffene und theoretisch fundierte Sinnsprüche
Eine Rezension von Rainer Rönsch
Der Literaturwissenschaftler Friedemann Spicker befasst sich seit Jahrzehnten mit dem Aphorismus, diesem prägnanten Sinnspruch voller Urteilskraft und Lebensweisheit. Zu seinen zahlreichen Veröffentlichungen gehört das Standardwerk Der deutsche Aphorismus im 20. Jahrhundert (2004). Er widmet sich als Herausgeber, Rezensent, Archivar und Stifter den Aphorismen und verfasst diese auch selbst. Jetzt sind die neuesten Aphorismen und Notate aus seinen seit 1956 geführten Reflexionstagebüchern unter dem Titel „Die Meldungen im Einzelnen“ erschienen.
Als Forscher und Aphoristiker in Personalunion charakterisiert sich Spicker schalkhaft so: „Der eine weiß alles und kann nichts. Der andre darf nichts wissen, wenn er was können will.“ Das hieße ja wohl, der Gelehrte wisse alles über Aphorismen, bringe aber keine zustande, und der Autor müsse die Theorie beim Schreiben vergessen. Da kann man von Glück reden, dass Spickers Buch das Gegenteil beweist: Die Aphorismen und Notate aus zwei Jahren sind eine Fundgrube, wenn man kluge Gedanken in bündigster Formulierung zu schätzen weiß.
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Edelmut und Eigensinn – Stiftungen fördern Kunst und Kultur
Ein Beitrag des WDR 5 in der Sendereihe „Scala“
Stiftungen boomen in Deutschland. Jedes Jahr entstehen Hunderte von neuen Stiftungen, die Kunst und Kultur fördern. Die Generation der Erben will Gutes tun. Ob es um die Erhaltung eines Industriedenkmals geht oder um Kunstkurse für Kinder – Stiftungen ermöglichen Aktivitäten, die sonst nicht existieren würden. Im Trend liegen auch Bürgerstiftungen, in denen eine ganze Gruppe ihre Ersparnisse zusammenwirft, um das kulturelle Leben in ihrer Stadt zu unterstützen.
Scala stellt in einer Serie die vielfältige Stiftungslandschaft in NRW vor. Bemerkenswerte Initiativen, die das kulturelle Leben im Land fördern.
Angelika und Friedemann Spicker Stiftung in Königswinter
„Die Neigung der Menschen, kleine Dinge für wichtig zu halten, hat sehr viel Großes hervorgebracht“, schrieb Georg Christoph Lichtenberg in eines seiner Sudelbücher. Zu den kleinen Dingen gehören auch die kurzen, trockenen Sätze über das Allgemein-Menschliche, Aphorismen also wie der von Georg Christoph Lichtenberg.
Aphorismen sind äußerst beliebt. Sie werden gekauft, gesammelt und verschenkt. Aber wer nimmt diese kleinen Sätze ernst? Doch, es gibt Leute, die diese kleine Form für wichtig halten. In Königswinter gibt es sogar eine Stiftung, die sich der Förderung des Aphorismus verschrieben hat.
Moderation: Claudia Wiese
Redaktion: Walburga Manemann
Autor: Jürgen Salm