8. Projekte

Deutsche Aphorismen des 20. Jahrhunderts. Anthologie (Edition). [Zusammenfassung/Beispieltexte/Autoren]

 

Elazar Benyoëtz: Beziehungsweise(n). Herausgabe.
Die Edition fügt den vorhandenen Briefsammlungen Elazar Benyoëtz‘ keine weitere hinzu; ihre Zielsetzung ist eine andere. Sie entwickelt aus den Briefen die Poetologie des Autors, sein vielfältiges Beziehungsnetz, seine deutschen und seine jüdisch-biblischen Wurzeln sowie seine Aussagen über Zeitgenossen und die Selbstzeugnisse zu seinem Werk in zehn Kapiteln: A Brief, B Arbeitsprozesse, C Deutsche Traditionen, D Bibel, E Judentum/Christentum, F Dichtung, Aphorismus, G Zeitgenossen, H Publikationen, I Lesungen, K Dialog. Briefpartner sind Autoren und Literaturwissenschaftler wie Felix Philippp Ingold, Walter Helmut Fritz, Harald Fricke, Hans-Martin Gauger, Hans-Otto Horch und Harald Weinrich. Sie geht in den einzelnen Kapiteln chronologisch vor, ordnet aber weder nach Adressaten noch behält sie die Einheit des Briefes bei. Die Briefe, gedruckte wie ungedruckte, sind gekürzt und ihren Themen passagenweise zugeordnet, so dass der Leser erstmals einen umfassenden Einblick in das Selbstbild des Autors, bezogen auf die Person wie das Werk, sowie auch sein Verhältnis zur Literatur seiner Zeit gewinnt, in Äußerungen u. a. über Nelly Sachs, Annette Kolb, Stanislaw Jerzy Lec, Max Rychner, Friedhelm Kemp, Ernst Bertram, Joachim Günther, Elias Canetti, Marcel Reich-Ranicki, Karl Kraus, Hans Weigel, Karl Wolfskehl, Hugo Friedrich, Ludwig Strauß, Albrecht Goes. Textpassagen der Briefpartner werden einbezogen, sofern sie zum Verständnis der Antworten beitragen oder sonstwie die einzelnen Themen erhellen. Anmerkungen, ein Register der Adressaten und ein Werk- und Namenregister vervollständigen die Edition.

 

Georg Christoph Lichtenberg: Rezeptiopn im 20. Jahrhundert (Arbeitstitel; Herausgabe)
Die Sammlung bildet Lichtenbergs Nachruhm im deutschsprachigen Raum ab. Verzeichnet werden literarische Quellen (Romane, Erzählungen, Gedichte, Aphorismen und anderes), Exzerpte aus Gesprächen, Reden, Briefen, Tagebüchern, (Auto-)Biographien, Anthologien und allgemeinen Lexika sowie Rezensionen, Gedenkartikel und andere Zeugnisse der Rezeption in Zeitungen und Zeitschriften, daneben auch die Zeugnisse der Wirkung des Physikers, etwa in Handbüchern des Faches, sowie der künstlerischen Auseinandersetzung in Zeichnung, Skulptur und anderem, möglichst auch in Film und Fernsehen. Die Literaturwissenschaft bleibt ausgeklammert; das literaturwissenschaftlich-essayistische Grenzgebiet ist aber naturgemäß reich besetzt und wird dann berücksichtigt, wenn sich die Publikation nicht nur an Fachkreise wendet.